Einstellungen zur Steuerung des Urlaubs und der Gleitzeit

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20.02.10
Letzte Bearbeitung:
10.03.10
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Einstellungen zur Steuerung des Urlaubs und der Gleitzeit

Die Urlaubskonten und Zeitkonten von Mitarbeitern ideal miteinander vereinbaren

 

Sinn und Zweck

Wenn ein Mitarbeiter seinen Urlaub nimmt, spielen mindestens zwei Konten zusammen. Zum einen ist das Urlaubskonto verantwortlich für das Verwalten der Urlaubstage, die dem Mitarbeiter zustehen. Zum anderen gleicht das Zeitkonto den Zeitsaldo des Beschäftigten aus.

 

Zeiterfassung am PC verwaltenWenn also ein Mitarbeiter einen Urlaubstag nimmt, wird ihm auf der einen Seite der Urlaub verringert. Auf der anderen Seite wird ihm die Zeit dafür aber gut geschrieben. Dieses Verhältnis zwischen Urlaubsabzug auf der einen und Zeitgutschrift auf der anderen Seite sollte deshalb ausgewogen sein. Die Frage lautet daher: Wie viel Zeit schreibe ich einem Mitarbeiter für einen Tag Urlaub gut?

 

 

 

 

 

 

Bei genauer Betrachtung erwirtschaftet der Beschäftigte an jedem Arbeitstag neben seinem Gehalt auch seinen Urlaubsanspruch. Für viele Firmen ist ein Urlaubstag ein Urlaubstag. Die Zeit, die dem Mitarbeiter dafür gutgeschrieben wird, entspricht der Zeit, die er an dem Tag hätte arbeiten müssen - wenn er keinen Urlaub genommen hätte. Ist dies aber auch gerecht?

 

Folgende Beispiele sollen diese Frage beantworten:

 

Ein Mitarbeiter bekommt 30 Tage Urlaub im Jahr und hat in der ersten Hälfte des Jahres eine tägliche Sollzeit von 08:00 Stunden (lässt sich einfacher rechnen). In der zweiten Hälfte des Jahres arbeitet er als Teilzeitkraft nur noch 4:00 Stunden täglich. Alles ist gerecht, wenn der Mitarbeiter nach der Hälfte des Jahres auch die Hälfte seines Urlaubs genommen hat.

Dies ist jedoch der Ausnahmefall.

Hat er weniger als die Hälfte seines Urlaubsanspruchs genommen (z. B. 12 Tage), so sind 3 Tage aus dem ersten Halbjahr übrig. Für diese 3 Tage hat der Mitarbeiter einmal 8 Stunden täglich gearbeitet, bekommt aber im 2. Halbjahr für jeden Tag nur 4:00 Stunden ausgeglichen. Deshalb wäre es gerecht, wenn aus den 3 übrig gebliebenen Tagen des 1. Halbjahres 6 Tage für das 2. Halbjahr werden. Die 15 Tage des 2. Halbjahres stimmen dann wieder. Aus den 18 Tagen Resturlaub am Ende des ersten Halbjahres müssten als 21 Tage zu Beginn des zweiten Halbjahres werden.

Natürlich gilt dies auch, wenn der Mitarbeiter im 1. Halbjahr z. B. schon 17 Tage genommen hat. Er greift dann auf 2 Tage des 2. Halbjahres zu und bekommt je Urlaubstag 8:00 Stunden ausgeglichen, obwohl er für diese 2 Tage nur je 4:00 Stunden zu arbeiten hat. Hier müssten aus den 13 Tagen Resturlaub am Ende des ersten Halbjahres 12 Tage zu Beginn des zweiten Halbjahres werden.

 

Einstellungen in Janus

Diese Möglichkeiten bietet Ihnen Janus Zeiterfassung, um die verschiedenen Modelle der Verringerung des Urlaubsanspruchs auf der einen und des Zeitausgleiches am Urlaubstag
auf der anderen Seite nachzubilden:

 

Zeitgutschrift und Urlaubsanspruch wie oben beschrieben (Typ 1)

Bei dieser Einstellung wird für den Urlaubsanspruch für jeden Urlaubstag 07:48 Stunden auf das Urlaubskonto gutgeschrieben. Für jeden genommenen Urlaubstag werden auf der einen Seite 07:48 Stunden vom Urlaubskonto abgezogen. Auf der anderen Seite werden 07:48 Stunden auf die Gleitzeit ausgeglichen.
Vorteil Bei einem Wechsel der Arbeitszeit ist dies gerecht.
Nachteil Es kommt bei einem Wechsel der Arbeitszeit meist zu Urlaubsansprüchen, die nicht ganztägig sind. Diese können dann nur mit Hilfe eines stundenweisen Urlaubsabzuges wieder ausgeglichen werden.

 


Einstellungen der Arbeitszeitgruppe


Zeitgutschrift aus Fix- oder Sollzeit, Urlaub immer mit ganzen Tagen (Typ 2)

Es wird für den Urlaubsanspruch nur mit ganzen Tagen gerechnet. Für jeden genommenen Tag Urlaub wird auf der einen Seite ein Tag Urlaub vom Urlaubskonto abgezogen, auf der anderen Seite die Soll- oder Fixzeit des Tages ausgeglichen.




Vorteil

Bei einem Wechsel der Arbeitszeit gibt es keine Änderung der  Urlaubsansprüche.
Nachteil

Die Rest-Urlaubsansprüche sind bei einem Wechsel der Arbeitszeit nicht gerecht.





Zeiterfassung - Parameter der Urlaubsberechnung
Einstellungen der Arbeitszeitgruppe

 

Zeitgutschrift definiert, Urlaub immer mit ganzen Tagen (Typ 3)

Es wird für den Urlaubsanspruch nur mit ganzen Tagen gerechnet. Für jeden genommenen Tag Urlaub wird auf der einen Seite ein Tag Urlaub vom Urlaubskonto abgezogen, auf der anderen Seite die Zeit ausgeglichen, die im Feld „ein Urlaubstag entspricht „ eingestellt ist, unabhängig davon, wie groß die Soll- oder Fixzeit am Urlaubstag ist.
Vorteil Bei einem Wechsel der Arbeitszeit gibt es keine Änderung der  Urlaubsansprüche.
Der Ausgleich der Arbeitszeit ist unabhängig von Fix- oder Sollzeit.
Nachteil Die Rest-Urlaubsansprüche sind bei einem Wechsel der Arbeitszeit nicht gerecht.

Einstellungen der Arbeitszeitgruppe


Wechsel der Arbeitszeitgruppen mit unterschiedlichen Einstellungen.

Der Wechsel der Arbeitszeitgruppen mit Typ 2 und Typ 3 bereitet keine Schwierigkeiten, da in beiden nur mit ganzen Urlaubstagen gerechnet wird. Wenn also am Tag der Erstellung des Urlaubsanspruchs (meist der 01.01. eines Jahres) und an den Tagen, an denen der Urlaub genommen wird,  Arbeitszeitgruppe vom Typ 2 oder Typ 3 gültig sind, so können nur ganztägige Resturlaubsansprüche entstehen.

Der Wechsel der Arbeitszeitgruppen vom Typ 2 oder Typ 3 auf den Typ 1 oder umgekehrt, führt in der Regel zu Urlaubsansprüchen, die nicht ganztägig sind. Auch wenn beide gewechselten Arbeitszeitgruppen vom Typ 1 sind, kommt es dann zu  nicht ganztägigen Urlaubsansprüchen, wenn sich der Wert „ein Urlaubstag entspricht“ geändert hat. Dies kann aber, so wie wir es oben gesehen haben, gewollt sein.

 

 

Bei Fragen helfen Ihnen Experten an der AHB-Hotline gerne weiter:
Telefon: 01803 / 242 222, E-Mail: hotline@ahb-electronic.de.

 

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